Die Voraussetzungen für den Erfolg der „Auktion des Jahrzehnts“ zu schaffen, sei eine professionelle Herausforderung gewesen, sagt Bolcek

Advisory

Von: Petr Paseka

Die Slowakei verkaufte die Rechte zur Nutzung wichtiger Frequenzen für Mobilfunkdienste für eine halbe Milliarde EUR. Das slowakische Amt für die Regulierung elektronischer Kommunikation und Postdienste („Amt“) hat die größte elektronische Auktion von Mobilfunkfrequenzen in der Geschichte der Slowakischen Republik erfolgreich abgeschlossen. Basierend auf den Ergebnissen der Auktion wurden individuelle Genehmigungen für die Nutzung von Frequenzen in den Frequenzbereichen 800 MHz, 900 MHz, 2100 MHz und 2600 MHz erteilt, für die historische Zuteilungen neu zugeteilt wurden. Darüber hinaus wurden im 1500-MHz-Bereich völlig neue Frequenzzuteilungen erteilt.

Eine solche Ausschreibung ist ein äußerst anspruchsvoller Prozess. Daher hat sich das Amt bei der Ausarbeitung des öffentlichen Auftrags und der Festlegung der Wettbewerbsbedingungen an einen professionellen Berater gewandt. Wir freuen uns, dass es sich für diese anspruchsvolle Aufgabe für unsere Gesellschaft Grant Thornton Advisory gemeinsam mit der Anwaltskanzlei PIERSTONE entschieden hat.  

Aus Sicht von Zbyněk Bolcek, Managing Partner von Advisory, war die Festlegung der Rahmenbedingungen
für eine derart groß angelegte Auktion eine große fachliche Herausforderung. „Jede Frequenzauktion ist unikal, weshalb eine detaillierte Analyse des Marktumfelds und der regulatorischen Anforderungen unerlässlich war. Dank der engen und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Regulierungsbehörde gelang es uns, faire und transparente Bedingungen zu schaffen, die die Entwicklung des Telekommunikationsmarktes in der Slowakei optimal unterstützen.” 

Der Erfolg der Auktion zeigt sich im Gesamterlös von über 500 Millionen EUR, während die Erwartungen um etwa 140 Millionen EUR niedriger lagen, wie der Vorsitzende des Amts, Ivan Marták, bestätigt: „Alle angebotenen Frequenzen wurden verkauft und der intensive Wettbewerb um diese Frequenzen zwischen vier Betreibern brachte einen Rekorderlös.“

Durch die Neuverteilung der aktuell genutzten Frequenzen wurde die Kontinuität der Zuteilungen für die drei größten Netzbetreiber sichergestellt. Die größten Änderungen gegenüber der Gegenwart gab es im gepaarten Teil des 2600-MHz-Bereichs. Gleichzeitig erhöhte sich jedoch die Anzahl der Frequenzen, die der kleinste Mobilfunkbetreiber 4ka nutzen kann, relativ deutlich, wodurch er zusätzliche Kapazitäten für die Entwicklung seiner Dienste erhält.