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Aktuelle News Transferpreise im Visier des Finanzministers

Die Finanzverwaltung veröffentlichte auf ihren Internetseiten die Information, dass im vergangenen Jahr 800 Kontrollen mit Ausrichtung auf Transferpreise zwischen verbundenen Unternehmen durchgeführt wurden, was eine Nachbemessung von Körperschaftsteuer in Höhe von 450 Mio. CZK nach sich zog. In den ersten Monaten dieses Jahres wurden weitere 500 Mio. CZK nachbemessen.

Nach Angaben der Generalfinanzdirektion wird die Problematik der Transferpreise aktuell als hochriskanter Bereich angesehen, den multinationale Unternehmen zur aggressiven Steuerplanung und oft auch Steuerumgehung nutzen. Daher gilt diesem Bereich besondere Beachtung sowohl auf lokaler Ebene als auch international (z. B. OECD-Initiative „BEPS“ im Kampf gegen Steuervermeidung).

Auf lokaler Ebene fand die Ausrichtung auf Transferpreise 2014 bedeutenden Niederschlag, als der Anhang zur Körperschaftsteuererklärung „Übersicht zu Transaktionen mit verbundenen Personen“ geschaffen wurde. Dieser Anhang ist für Steuerzahler obligatorisch, die eines der für das Pflichtaudit geltenden Kriterien erfüllen und gleichzeitig eine Transaktion mit einer nahestehenden Person (direkte oder indirekte Kapitalbeteiligung oder Anteil an den Stimmrechten von über 25 %) realisiert haben.

 

Die Daten aus diesem Anhang ermöglichen der Finanzverwaltung, Steuerkontrollen besser auf potenziell riskante Subjekte und Transaktionen zu richten, was die Überprüfung von Transferpreisen selbst effektiver macht. 2015 stieg die Zahl der Transferpreiskontrollen gegenüber 2014 um 237, die Summe der nachbemessenen Steuern um 387 Mio. Kronen. Darüber hinaus sank der Steuerverlust bei den kontrollierten Subjekten um 391 Mio. CZK. Finanzminister Andrej Babiš stellte fest, dass die Steuersubjekte außerdem von begannen, nachträgliche Steuererklärungen abzugeben und ihre Steuerpflichten richtigzustellen.

 

Kontrollen betreffen vor allem folgende Bereiche:

 

  • Ort der tatsächlichen Leitung der Gesellschaft,
  • tatsächlicher Eigentümer der Einkünfte,
  • ob die deklarierte Transaktion überhaupt stattgefunden hat,
  • ob die ausgewiesenen Aufwendungen mit der wirtschaftlichen Tätigkeit des Steuersubjekts zusammenhängen,
  • korrekter Preisansatz zwischen verbundenen Personen,
  • Funktions- und Risikoaufteilung zwischen Gesellschaften einer Unternehmensgruppe und Auswahl des Preisfestlegungsverfahrens,
  • unangemessen hohe Zahlungen für Managementdienstleistungen, Lizenzgebühren und unübliche Zinssätze,
  • Umstrukturierungen von Unternehmen.

 

Den Trend des erhöhten Interesses an diesem Bereich der direkten Steuern wird die Finanzverwaltung weiterverfolgen. Bei der Erstellung der Transferpreisdokumentation oder Revision des aktuellen Preisansatzes stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.