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News Schwarze Liste der Steueroasen

Im Dezember 2017 veröffentlichte die Europäische Union zum ersten Mal in der Geschichte
eine Liste von Ländern, die im Bereich der korrekten Steuererhebung (Steuertransparenz, gerechte Besteuerung, Maßnahmen gegen die Steuerumgehung und Gewinnverlagerung – BEPS) nicht kooperieren. Es handelt sich um 17 Staaten, darunter Südkorea, Panama, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate. Diese Länder arbeiten laut dem Rat der Europäischen Union nicht am Informationsaustausch mit, haben schädliche Steuerregelungen in ihrer Gesetzgebung verankert, erleichtern die Schaffung von Offshore-Strukturen, usw.
Auf der Liste fehlen einige Steueroasen sowohl aus der EU (Luxemburg, Irland, Niederlande) sowie außerhalb der EU (Guernsey, Andorra, Bahamas).

Auf der anderen Seite haben sich 47 weitere Länder zur Zusammenarbeit bereit erklärt.

Die Angebe in der Liste sollte die betroffenen Staaten vor schädlichen Steuerpraktiken widerraten.

Die Mitgliedstaaten können dann diesbezüglich folgende Maßnahmen einführen:

• Nichtanerkennung eines Kostenanteil als steuerlich abzugsfähig
• Quellensteuer
• Nichtanwendung von Steuerbefreiungen zwischen der Mutter- und der Tochtergesellschaften
• Spezielle Aufzeichnungsanforderungen
• Anforderungen für die Offenlegung von Informationen über grenzüberschreitende Transaktionen und andere.

 

Wenn die betroffenen Länder Korrekturmaßnahmen treffen, werden sie von der Liste gestrichen.

Im Vergleich zur Situation vor einigen Jahren hat sich die Situation in den Steuerparadiesen erheblich verändert. Steuerverwalter (Finanzbehörden) erhalten manchmal nützliche Informationen über zum Beispiel echte Eigentümer von Offshore-Gesellschaften, von denen niemand früher je geträumt hat. Auf diese Weise kann dann der Steuerverwalter feststellen, ob ein solches Unternehmen mit einem anderen Unternehmen, mit dem es handelt, oder wo sich der Sitz der tatsächlichen Geschäftsführung eines solchen Unternehmens befindet, verbunden ist bzw. ein verbundenes Unternehmen darstellt.