Wir verwenden Cookies, um die Nutzung dieser Webseite zu erleichtern. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

News Vaterschaftspflege nach Geburt eines Kindes (Vaterschaftsurlaub)

Am 1.2.2017 tritt eine Regelung bezüglich der neuen Krankengeldleistung, die so genannte "Vaterschaftspflege nach Geburt eines Kindes/Vaterschafsurlaub)", in Kraft. Es handelt sich
um eine Krankengeldleistung, die für Väter von Neugeborenen oder von in Ersatzpflegefamilien aufgrund einer Entscheidung der zuständigen Behörde übernommenen Kindern bestimmt ist.

Zur Auszahlung des Krankengelds an einen Versicherten sind folgende Bedingungen zu erfüllen:
- Der Versicherte muss der Vater des jeweiligen Kindes sein, für das er sorgt, oder
- der Versicherte betreut ein Kind, das er aufgrund einer Entscheidung der zuständigen Behörde
in die elterliche Sorge ersetzende Pflege übernommen hat. Eine weitere Bedingung ist, dass das Kind gleichzeitig zum Tag der Übernahme das Alter von 7 Jahren nicht erreicht hat.
- Das Datum des Beginns des Vaterschaftsurlaubs ist innerhalb von 6 Wochen ab dem Tag der Geburt des Kindes bzw. ab dem Tag der Übernahme des Kindes in Pflege.
- Der Vaterschaftsurlaub gehört nur einer der ermächtigten Personen und nur einmal zu, und zwar auch wenn der Versicherte für mehrere, gleichzeitig geborene oder in Pflege übernommene Kinder sorgt.

Sind diese Bedingungen erfüllt, dann legt der Versicherte selbst den Beginn des Vaterschaftsurlaubs innerhalb von 6 Wochen ab dem Tag der Geburt bzw. Übernahme fest, wobei die Unterstützungsdauer, d.h. die Auszahlung dieser Leistung maximal 1 Woche beträgt. Die Auszahlung der Vaterschaftsurlaubsleistung wird nicht unterbrochen und gebührt während der gesamten Unterstützungsdauer, auch im Falle des Todes eines Kindes vor dem Ablauf der Unterstützungsdauer.

Die Höhe dieser Geldleistung pro Kalendertag beträgt 70% der täglichen Bemessungsgrundlage, d.h. gleich wie die Berechnung für Mütter zur Auszahlung einer Geldhilfe/Leistung  bei der Mutterschaft. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, die Anträge der Arbeitnehmer auf diese Leistung anzunehmen sowie diese zusammen mit den zur Berechnung erforderlichen Daten unverzüglich an die Bezirksverwaltung für Sozialversicherung weiterzuleiten.

Selbstständige (SEP/ OSVČ) können diese Geldleistung der Krankenversicherung unter den vorbezeichneten Bedingungen auch in Anspruch nehmen, jedoch nur unter der Voraussetzung,
dass sie an der Krankenversicherung mindestens seit drei Monaten unmittelbar vor dem Beginn
des Vaterschaftsurlaubs beteiligt sind.