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News Elektronische Formulare ab 2018

Durch das Gesetz Nr. 170/2017 Slg. - mit dem das Gesetz Nr. 586/1992 Slg., über Einkommensteuern, in der Fassung der späteren Vorschriften (im Folgenden "das Einkommensteuergesetz/EStG-CZ") geändert wird - wird ab dem Steuerzeitraum 2018 die Kommunikation zwischen dem Steuerzahler (nachstehend "der Arbeitgeber") und dem Steuerpflichtigen (nachstehend "der Arbeitnehmer") erweitert.

 

Arbeitnehmer können die Steuererklärungen auch weiterhin in der Papierform vorlegen bzw. tätigen (d.h. unterfertigen), neu kann man diese auch in elektronischer Form einreichen. Im Falle der elektronischen Form muss jedoch der Arbeitgeber die eindeutige Identifizierung eines bestimmten Arbeitnehmers sicherstellen. Zum Beispiel: es handelt sich um eine mit elektronischer Unterschrift eingereichte Steuererklärung oder die eindeutige Identifikation des Mitarbeiters erfolgt elektronisch über ein internes Informationssystem des Arbeitgebers. Ab 2018 liegt es also im alleinigen Ermessen der einzelnen Arbeitgeber, welche Form der Einkommensteuererklärung gemäß Artikel 38k des Einkommensteuergesetzes ihrerseits bei ihren Arbeitnehmern gewählt wird (ob die Urkunden- oder elektronische Form). Alternativ können die beiden vorgenannten Formen kombiniert werden.

 

Die genannte Elektronisierung hängt auch mit der Bestimmung § 38 l des Einkommensteuer-gesetzes zusammen, womit das Verfahren zur Nachweisung des Anspruchs auf Abzug von steuerfreien Posten der Steuerbemessungsgrundlage, Steuervergünstigungen und -nachlässen definiert wird. Die Finanzbehörden werden dann bei den Arbeitgebern die gemäß § 38l des Einkommensteuergesetzes vorgeschriebenen Dokumente akzeptieren, die von den Arbeitnehmern auch in elektronischer Form vorgelegt werden.


Im Fall der Führung der elektronischen Lohnagenda wäre auch für diesen Bereich, d.h. für die „Erklärung zur Steuer“ geeignet, wenn der Arbeitgeber z.B. mit einer internen Richtlinie in der Organisation Bedingungen festlegen wird, unter welchen eine Erklärung zur Steuer
auf elektronischem Wege eingereicht werden kann. Der Arbeitgeber sollte auch sicherstellen, dass es sich um ein nachvollziehbares System der Gehaltsabrechnung des Arbeitgebers handelt, von dem einerseits sämtliche zur Ermittlung der Steuerschuld des Arbeitnehmers notwendigen Tatbestände sowie anderseits die Tatsache ersichtlich ist, wem im Einklang mit dem Einkommenssteuergesetz eine elektronische Bestätigung lt. § 38j des Einkommensteuer-gesetzes ausgegeben wurde bzw. ob eine Berichtigungsbestätigung ausgestellt worden ist.

 

Im Zusammenhang mit der vorgenannten Gesetzesänderung wird eine neue Muster-vorlage des entsprechenden Formulars für die Zwecke des § 38k EStG-CZ bzw. ein neues Formblatt erstellt. Dieses Muster-Formblatt Nr. 26 wird im Dezember 2017 bei den Finanzämtern erhältlich sein.

 

Das aktuelle Muster-Formular Nr. 25 sowie die vorangehenden Mustervorlagen (für drei Steuerperioden) können auch weiterhin durch jene Arbeitnehmer verwendet werden, die eine Steuererklärung nur in der Papierform abgeben werden. Für die eine Steuervergünstigung in Anspruch nehmenden Arbeitnehmer ist die Mustervorlage Nr. 24 bzw. 25 anzuwenden; bei den in der Tschechischen Republik Nichtansässigen wird es empfohlen, mindestens das Muster-Formular Nr. 25 (nicht die „niedrigeren“ bzw. älteren Formblätter) anzuwenden.